Etwas mehr über mich

1969 in der Nähe von Berlin geboren, erlebte ich eine DDR - Kindheit mit allem drum und dran, den tollen Sachen und den weniger tollen. Ich begann erste Gedichte zu schreiben und irgendwann durfte ich ein paar Mal ins Poetenlager fahren. Danke an meinen längst verstorbenen Deutsch-Vertretungslehrer, der mich damals dazu ermutigte und mir außerdem seine Neil Young Platten zum Überspielen mit in die Schule brachte.

Ich war schon immer eine Leseratte durch und durch. Jedenfalls nachdem ich das Lesen mühevoll gelernt hatte. Dennoch begann ich erst einmal ein Lehramtsstudium im Bereich Mathematik / Physik, um das Ganze wieder hinzuschmeißen und danach doch ungelernt in einer Bibliothek zu arbeiten. Irgendwann hatte ich dann doch den Abschluss als Bibliotheksfacharbeiterin und begann ein Fernstudium zur Diplom-Bibliothkarin.

Den besten Ehemann von allen, mit dem frau auch um die Beziehung ringen kann bis es wieder gut geht, lernte ich bereits 1988 kennen und ich bin jetzt schon 28 Jahre mit ihm verheiratet. 1989 wurde unser großer Sohn geboren, der Vater von den beiden Enkelmäusen. Ich leitete eine kleine Bibliothek, liebte die Veranstaltungen mit Kindern. Am wärmsten war es, im pelzigen Löwenoutfit des Leselöwenverlags Geschichten vorzulesen. Mit der Wende kam auch die Suche nach anderen Möglichkeiten in der Pädagogik. So unterstützten wir bald einen Waldorfkindergarten in der Gründungsphase. Ich begann in einer Firma zu arbeiten, in der ich die Möglichkeit hatte, alle Bibliotheksrelevanten Neuerscheinungen kurz und der Hand zu halten, den Klappentext und das Inhaltsverzeichnis sowie ein bisschen ins Buch zu lesen und unser ältester Sohn wurde in die Waldorfschule eingeschult. Doch zuvor waren wir in den Süden gezogen. Dorthin, wo man im Zeitschriftenladen zum Abschied Frauennamen hinterherruft, wie mein Schwager erstaunt feststellte. ("Adele!")

Dann kamen die große Tochter und der kleine Bruder zur Welt und Herr seltenARTig lernte neben Kinderbetreuung und Haushaltsmitarbeit fürs Abendschulabitur und begann ein Fernstudium. Ich studierte auch noch einmal, wurde Waldorflehrerin und unsere jüngste Tochter kam 2003 genau so zur Welt, dass ich meine erste Klasse übernehmen konnte als sie 14 Wochen alt war. Dafür waren wir noch ein Stückchen weiter in den Süden bis in den schwarzen Wald gezogen. Bald wohnten wir in einem alten Bauernhaus zur Miete, genossen Frühling, Sommer und Herbst und froren manchen Winter, obwohl die Holzöfen bullerten. Dafür wuchsen die Kinder in der badischen Variante von Bullerbü auf, genossen das viele draußen sein und liebten Ziegen, Schafe, Hasen, Katzen und Herrn Hund. Letzterer wohnt immer noch bei uns und hat wie wir manchmal Sehnsucht nach dem früheren Landleben mit einem Bastel- und Werkelzimmer, in dem ich filzen, mit meinem Mann zusammen Glasperlen und manch anderes machen konnte.

Manchmal, ganz selten, werkeln, filzen, stricken, malen,.. wir noch. Hauptsächlich sind wir aber mit leben beschäftigt.

Liebe Grüße

Nula